Georg Thieme Verlag KG
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Integrative OnkologieKlaus-Bahlsen-Zentrum für Integrative Onkologie in Hannover eröffnet

Computer, Schreibtisch, Lavendel, Stethoskop, integrative Medizin
K. Oborny/Thieme

Komplementärmedizin kann während und nach der Tumortherapie unterstützen, Nebenwirkungen zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern.

Viele an Krebs erkrankte Menschen stellen sich die Frage, was sie selbst im Kampf gegen Krebs tun können. Eine Anlaufstelle bietet ab sofort das neue Klaus-Bahlsen-Zentrum für Integrative Onkologie im Comprehensive Cancer Center (CCC) an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Es verbindet wissenschaftlich basierte naturheilkundliche und komplementärmedizinische Therapien mit konventioneller Onkologie. Die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung unterstützt den Aufbau des Zentrums in einem ersten Schritt mit zwei Millionen Euro.

Unter dem Dach des neuen Zentrums arbeitet ein erfahrenes Team von Mitarbeiter*innen der Komplementärmedizin, Palliativmedizin, Psychoonkologie, Sport- und Rehabilitationsmedizin, Ernährungsmedizin und der Pflege eng zusammen. Darunter sind drei onkologisch speziell ausgebildete Ärztinnen der Komplementär- und Palliativmedizin.

Das Zentrum bietet den Erkrankten und ihren Angehörigen eine intensive und professionelle Begleitung vor, während und nach der Behandlung an. Im Mittelpunkt steht ein ganzheitlicher Ansatz, der neben körperlichen Aspekten auch psychische oder soziale Probleme einer Erkrankung berücksichtigt.

Das Konzept der Integrativen Onkologie ist mittlerweile regelmäßiger Bestandteil in der Behandlung onkologischer Patient*innen geworden. Ziele sind:

  • die Verbesserung der Lebensqualität,
  • die Linderung von Nebenwirkungen sowie
  • die bestmögliche Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit von an Krebs erkrankten Menschen.

„In unserem neuen Zentrum haben Krebspatient*innen die Möglichkeit, über verschiedene Einzel- oder Gruppenangebote selbst aktiv zum Krankheits- und Behandlungsverlauf beizutragen“, sagt Prof. Diana Steinmann, Leiterin des Klaus-Bahlsen-Zentrums für Integrative Onkologie. „Hierzu zählen naturheilkundliche Beratungen, Angebote zur Stärkung der Selbstheilungskräfte, Entspannungsverfahren, Bewegungsangebote und komplementäre pflegerische Anwendungen, die eine wertvolle Unterstützung während und nach der Krebstherapie sein können. Wir erhalten hier viel positive Resonanz von den Teilnehmer*innen, die insbesondere ihre persönliche Situation verbessern konnten.“ Extern kooperierende Therapeut*innen erweitern das Angebotsspektrum im Zentrum.

Neben der weiteren Ausgestaltung an Betreuungsangeboten soll mit dem neuen Zentrum die wissenschaftliche Evaluation der integrativen Onkologie intensiviert und insbesondere die Patientenpartizipation in der klinischen Forschung ausgebaut werden.

Quelle: Pressemitteilung/MHH

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