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PräventionAlkoholfrei in der Schwangerschaft – für einen gesunden Start ins Leben

Schwangere Frau, die ihren Bauch hält.
pressmaster/stock.adobe.com

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 10.000 Kinder mit sogenannten Fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) geboren. Sie weisen Verhaltensauffälligkeiten wie Ruhelosigkeit, Reizbarkeit, Lern- und Sprachprobleme auf. Etwa 3.000 dieser Kinder leiden unter dem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS), der schwersten Form, bei der Fehlbildungen des Skeletts, der Extremitäten und des Gesichts sowie Nierenschäden oder Herzfehler hinzukommen können.

Kompletter Alkoholverzicht von Anfang an

„Alkohol schadet werdenden Müttern und insbesondere den ungeborenen Kindern. FASD und FAS sind unheilbare Erkrankungen, die durch Alkoholverzicht während der Schwangerschaft vermeidbar sind. Eltern sein bedeutet, Verantwortung für die Kinder zu übernehmen. Und das beginnt schon beim Ungeborenen. Achten Sie bitte auf sich und Ihr Kind und verzichten Sie auf Alkohol. Von Anfang an!“, so der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert.

Prof. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der BZgA: „Alkohol ist ein Zellgift, das schon in kleinen Mengen die Entwicklung von Ungeborenen erheblich schädigen kann. Je nachdem, wie viel Alkohol in der Schwangerschaft getrunken wurde, fallen die Schädigungen unterschiedlich aus. Sie sind jedoch alle vermeidbar, wenn in der Schwangerschaft kein Alkohol getrunken wird. Die BZgA informiert und berät zum Thema alkoholfreie Schwangerschaft und unterstützt werdende Mütter mit einer persönlichen Online-Beratung.“

Informationsangebote für werdende Eltern und Schwangere mit einer Alkoholabhängigkeit

Für werdende Eltern bietet die BZgA im Internet vielfältige Informationen zu den Risiken des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft und gibt Tipps, wie der Alkoholverzicht leicht gelingt. Schwangere, denen der Verzicht schwerfällt, können sich mit dem BZgA-Online-Programm „IRIS“ kostenlos, anonym und persönlich beim Stopp ihres Alkoholkonsums unterstützen lassen.

Informationsangebote für im Gesundheitswesen Tätige

Auch Gynäkologinnen und Gynäkologen, Hebammen und Geburtshelferinnen und Geburtshelfer erhalten umfassende Informationen und können Broschüren und Faltblätter kostenlos bei der BZgA bestellen, um sie im Wartebereich auszulegen oder im persönlichen Gespräch zu übergeben. Die Schwangerschaftsbetreuung bietet zudem einen Rahmen, in dem der Konsum von Alkohol während der Schwangerschaft angesprochen und, falls nötig, zum Konsumstopp angeleitet werden kann. Fachkräften der Schwangerenvorsorge stellt die BZgA einen Leitfaden für die Beratung Schwangerer zum Alkoholverzicht zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung/ Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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