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KlimakriseKlimaziele nur durch Reduktion von Fleischkonsum und mehr Gemüse erreichbar?

Wirsingblatt Makroaufnahme
J Westermann-Blawert/stock.ado

Die bis zum Jahr 2050 gesetzten Klimaziele könnten grundsätzlich erreicht werden, wenn die Deutschen deutlich weniger Fleisch und mehr Gemüse essen würden. Forschende der Universität Hamburg kommen zu diesem Fazit. Sie haben im Rahmen einer Studie verschiedene Interessengruppen aus dem Bereich Landwirtschaft und Ernährung befragt.

Wie realistisch sind die Klimaziele?

Bis zum Jahr 2030 hat Deutschland das Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zu den 1990er Jahren um 65 % zu reduzieren. Davon werden der Landwirtschaft allein 36 % zugeteilt. Durch eine veränderte Nutzung von Weiden und Äckern sollen jährlich 25 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus der Luft langfristig gespeichert werden.

Aber wie realistisch ist es, dass diese Ziele auch umgesetzt werden? Dazu wurden 25 Schlüsselinstitutionen aus Landwirtschaft und Ernährung online befragt. Die Einschätzungen wurden mit einem komplexen Modell ausgewertet und in zukünftige CO2-Emissionen umgerechnet.

Ernährungsgewohnheiten der Deutschen müssen sich ändern

Nach Auswertung der Daten wäre es demnach möglich, die Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft bis 2050 um mindestens zwei Drittel zu reduzieren (von 66 Mio. auf 22 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente). Gleichzeitig könnten naturnahe Flächen von heute 19 % auf 27 bis 32 % zunehmen. Die Klimaziele sind jedoch nur erreichbar, wenn die Bevölkerung ihre Ernährung entsprechend umstellt. Das bedeutet, die Deutschen müssten ihren Fleischkonsum um die Hälfte reduzieren sowie 20 % mehr Gemüse und insgesamt weniger Energie (Kalorien) aufnehmen. Dann würde sich die Fleischproduktion verringern, was viel CO2 einspart. Zudem könnten die frei gewordenen Weideflächen und Flächen für Futterpflanzen in Naturräume umgewandelt werden, die zusätzliches CO2 speichern.

Allerdings gehen die Meinungen auseinander, ob die Bevölkerung zu einer drastischen Ernährungsumstellung bereit ist.

Quelle: Pressemitteilung/Bundeszentrum für Ernährung

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